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Sich vom Kind berühren lassen

Weihnachtsandacht 2008

Newsletter 4-08.jpgWas verbinden sie mit Weihnachten, mit der heiligen Nacht? Das Kind geht mir nie aus dem Sinn immer kommt es mit der Adventszeit, lässt sich nicht mehr in den Hintergrund schieben. Die Obdachlosigkeit der Eltern, die Armut und die Krippe, später die Flucht vor Verfolgung. All das gehört dazu aber ohne das Kind …-…..ist es nichts, nicht so wichtig, nicht so tiefgehend, nicht so dramatisch.

Es ist immer wieder die Hilflosigkeit und das Angewiesensein dieser Menschen, die uns anrühren und mehr noch, weil da ein Säugling ist.

Der lässt uns aufhorchen, der aktiviert uns zu Überlegungen, was wir wohl getan hätten, wenn das heilige Paar vor unserer Tür gestanden hätte… Sogar Lieder singen davon, in Kaschubien wäre es dem Jesuskind am allerbesten gegangen: in Samt und Seide hätte man ihn gebettet. Ja, und die Mutter? Was hat wohl diese Kindfrau Maria erlebt? Sie war ausgeliefert, den Elementen ihres Körpers und der Politik, dem Schicksal ihrer Bestimmung. Sie war gerührt über die Glückwünsche der Hirten, bestürzt über den Besuch der Könige. Sie hatte Angst um ihr Kind und ihre Zukunft. Am allermeisten hat sie hingenommen und sich dem Willen Gottes hingegeben, hat sich gefügt. Das was uns allen am schwersten fällt, glaube ich.

Es ist ein Unterschied, ob man aufgibt, resigniert und untätig ist, oder sich hingibt. Maria ist vieles was moderne Frauen nicht sind, vielleicht nie waren? Und vielleicht sind diese Eigenschaften auch nicht auf Frauen zu reduzieren. Maria hört zu und will verstehen was geschieht aber sie bleibt eine passive Erscheinung, durchscheinend und ätherisch, trotz der Mutterschaft, man kauft es ihr kaum ab. Sie kämpft nicht sichtbar. Hätte sie ihr Kind auch weggegeben, wenn es verlangt worden wäre? Keiner weiß es!

Mütter und Kinder, dieses Thema ist uralt und wird uns deshalb schon, immer wieder in Aufruhr versetzen, gerade wenn dieses filigrane Gebilde Mutter und Kind gefährdet ist. Wir nehmen Partei für die eine und die andere Seite, wie in der Babyklappendebatte…..und die Väter spielen auch eine Rolle aber die Rührung geht von den Kindern aus und ihren Müttern. Das schwächste Glied in der Kette hat unsere Aufmerksamkeit und das ist gut so. Oft genug schon geht diese Aufmerksamkeit weg von ihnen.

Aber in der heiligen Nacht kommt Gott zu den Menschen als hilfloses Kind, rührend und trotzdem nur von wenigen mit Aufmerksamkeit bedacht. Heute schenken wir unsere Aufmerksamkeit dem neugeborenen Heiland und lassen uns etwas Frieden in unsere aufgescheuchten Herzen bringen und genießen einen Augenblick den Zauber einer heiligen Familie in der heiligen Nacht.

Eine gesegnete Adventszeit und frohe Weihnachten  Wünscht im Namen der Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis
Ihre Diakonin
Birgit-Patricia Eilenberger

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erstellt von vhenneicke zuletzt verändert: 23.12.2008 17:59
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