Gedanken zur Weihnacht
Unglaubliches passiert, wenn sich die himmlische Herrlichkeit auf Erden verirrt. Und manchmal ist es geradezu überlebensnotwendig, an das Unglaubliche zu glauben - nicht nur zu Weihnachten.
Weihnachten, zur Christnacht, am hei-ligen Abend, da hat sich die himmlische Herrlichkeit auf die Erde verirrt und alle Wege führen nach Bethlehem, um das größte Geburtstagsfest der Welt zu feiern. Jostein Gaarder, ein norwegischer Autor, findet viele treffende Bilder, die er seinen Protagonisten in seinem „Weih-nachtsgeheimnis“ in den Mund legt, um die Geschichte der Geburt Christi den heutigen Menschen näher zu bringen.
Alle Wege führen nach Bethlehem, zum Kind, immer wieder, jedes Jahr zum Geburtstag. Und wie jedes Jahr sollen wir es in einem Stall finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Wieso eigentlich in einem Stall, in einer Krippe? Diese Dinge stehen für seine Armut, für Entbehrung, Einfachheit und Ausgeliefert sein. Ausgeliefert? Ja ausgeliefert, wie jedes andere neugeborene Menschenkind auf dieser Erde, bis auf den heutigen Tag. Er war wie wir alle, zuerst seiner Mutter und dem Vater ausgeliefert. Sie konnten nicht so für ihn sor-gen, wie sie sich das vorgestellt hatten, und schon gar nicht so wie ER es viel-leicht verdient hatte.
Seine Mutter war noch sehr jung und hatte in ihrem Heimatort sicher ihre Mut-ter, den Rest der Einwohner, den Rabbi und ihren Verlobten Josef, gründlich ge-schockt. Denn sie war plötzlich schwanger und das nicht von Josef, wie man weiß.
Ihrer Mutter erzählt sie etwas von einem Engel, der gesagt hat, das sie schwanger sein würde, Gott Großes mit ihr vor hätte und sie ihre Tante besuchen soll, die zwar schon im Rentenalter, aber auch schwanger wäre.... Stellen sie sich nur vor, ihr Kind tischt ihnen solch eine Geschichte auf...... Wer würde Maria heute glauben? Eher würden wir wahr-scheinlich an eine Drogenparty und deren Folgen glauben, als anzunehmen, dass sie vom heiligen Geist schwanger ist, prophetische Träume hat, Gott sie zu einer der berühmtesten Frauen machen, und ihr Sohn die Welt retten wird.
Wir sind einfach nicht im Stande so etwas zu glauben! Oder doch? Dem Josef hilft der Engel bei seiner Entscheidung. Er müßte sie grausam verstoßen aber er bleibt und geht mit ihr als seine Frau zur Volkszählung nach Bethlehem und deswegen sind sie unterwegs und nicht zu Hause, als das Kind kommt.
Was wäre der Stall heute? Eine Tiefgarage? Und so können sie nicht für ihr Kind sorgen, wie sie es gerne hätten. Denn nichts war wie es hätte sein sollen. Josef vertraut auf das unglaubliche. Ma-ria tut das auch und so ist Jesus bei seiner Geburt seinen Eltern ausgeliefert und der Welt an sich.
Aber alle Menschen denen er sich ausliefert überwinden ihre Zweifel, weil sie dem Kind sonst schaden würden, glauben an das Unglaubliche, um das Kind zu retten, um das Wunder wahr werden zu lassen, da braucht es diesen Glauben, auch wenn andere den Kopf schütteln.
Nein nicht alle, die Hirten verließen ihre ganze Herde, um dem Kind zu huldigen und sogar Könige kamen zu dem Wunder der Geburt Jesu, als die himmlische Herrlichkeit sich auf die Erde verirrt hatte, alle Wege nach Bethlehem führten, zum größten Geburtstagsfest der Welt. Wie jedes Jahr. Halleluja!
Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest
Ihre Birgit Eilenberger



