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Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg

Die Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg wurde 1863 von Friederike von Anhalt als Heim für “gefallene Mädchen” gegründet. Heute begleitet, berät und betreut sie Kinder und Jugendliche an fünf Standorten im Herzen Sachsen-Anhalts und ist mit über 400 MitarbeiterInnen der größte Träger der freien Jugendhilfe im Land.

Die Stiftung Evangelische Jugendhilfe blickt auf eine über 135-jährige Geschichte zurück und existiert in der jetzigen Rechtsform seit 1994. In ganz Sachsen-Anhalt bietet der anerkannte Träger der freien Jugendhilfe inzwischen das gesamte Leistungsspektrum des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) an.

Seit der Trägerübernahme am 14.05.1994 hat sich die Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis auf einem konsequenten Weg der Umstrukturierung und Qualifizierung begeben. Fachliche Standards wie Prävention, Lebenswelt- und Ressourcenorientierung, Effizienz und Transparenz haben uns dabei geleitet.

Unsere Aufgaben verstehen wir gleichfalls im Bereich Bildung, Qualifizierung und Ausbildung lernschwacher und sozial benachteiligter sowie psychisch beeinträchtigter junger Menschen.

Ziel dabei ist unter anderem, Benachteiligung abzubauen und die Integration in den Ausbildungs- und Berufsmarkt zu ermöglichen. Dabei ist es uns wichtig, den jungen Menschen als Ganzes zu betrachten, seine Kompetenzen gemeinsam zu entdecken und gezielt individuelle Förderung und Hilfe anzubieten.

Die Arbeitsfelder sind hauptsächlich in den Städten Bernburg, Dessau, Halle, Magdeburg, Blankenburg und Gernrode integriert.

Die im Programm angestrebte Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe wurde im Kleinen in der Stiftung bereits verwirklicht. So ist die Stiftung Träger einer staatlich anerkannten Ersatzschule mit Ausgleichsklassen, die genau in dem Feld der Schulverweigerer arbeitet. Weiterhin betreibt sie eine dreisprachige Grundschule. Die Erfahrungen aus dem Alltag der Schule werden mit den Kompetenzen in den Angeboten der Jugendhilfe erfolgreich verknüpft.

Als Träger haben wir im Landesprojekt Schulsozialarbeit, welche vom 1998 bis 2002 durchgeführt wurde in einer Berufsbildenden Schule für Jugendliche mit besonderem Forderbedarf und an einer Sekundarschule mitgearbeitet.
Wir waren aktives Mitglied im Qualitätszirkel, welche ein Diskussionspapier zum Arbeitsfeld Schulsozialarbeit und seinem Leistungsspektrum erstellte. Darin wurde ein Leistungskatalog für Sekundarschulen erarbeitet, welcher sich in den Ausschreibungsunterlagen zum Programm wieder findet.
Wir verstehen Schulsozialarbeit daher so, wie sie die Sachverständigenkommission zur Erstellung des zehnten Kinder- und Jugendhilfebereichtes schon 1998 definiert hat, als:
„Teil professionellen Handelns in der Institution Schule, die unter gegebenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit ihrem Fachpersonal alleine ihren Auftrag von Bildung und Erziehung nicht mehr erfüllen kann und sich deshalb zusätzlicher Fachkompetenz versichern muss“.

 

Netzwerkkoordinatorin: Brenda Meifarth (Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (FH))

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erstellt von Meifarth zuletzt verändert: 01.04.2011 11:08
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