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Weihnachtsbrief des Vorstandes

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner, liebe Kolleginnen und Kollegen

„Aus dem Nichts“
Vor ein paar Tagen habe ich mir einen gemütlichen Fernsehabend gemacht und die Bambi-Verleihung angesehen. Kitschig mögen Sie jetzt denken, aber ich steh‘ dazu. Ich schau mir gerne an, wie sich die Film- und Fernsehszene entwickelt, wer ausgezeichnet wird und welche Kategorien ausgelobt werden.

Arnold Schwarzenegger wurde für sein Umweltengagement geehrt, zwei junge Mädchen aus Bali für die Rettung der Erde, Ai Weiwei für seinen Mut gegen das Regime in China und eine Kinderkrankenschwester erhielt als „Heldin des Alltags“ den Preis für ihre aufopferungsvolle Pflege und Betreuung von demenzkranken Kindern.

Bemerkenswert, diese Kategorien stechen hervor, die besten Schauspieler*innen, Moderator*innen, Musiker*innen verblassen daneben. Ich wundere mich, dass der Burda-Verlag so viele Auszeichnungen in diesem außerkünstlerischen Bereich vergibt. Nimmt Maria Furtwängler als Burda-Gattin Einfluss oder setzt hier generell ein Umdenken ein? Ist verstanden worden, wie bedroht die Schöpfung ist, dass es mehr als Sternchen, Chic und Glamour bedarf? Das wahre Leben ist hart, geprägt von Leid und Trauer. Ein dementes Kind wird nicht alt, welche eine Herausforderung für die Eltern, was muss da an Trost und Unterstützung geleistet werden? Wie nah geht es der Schwester wenn ein Kind stirbt, um das Sie sich so lange gekümmert und gesorgt hat? Ein aussichtsloser Kampf gegen den Tod.

Beeindruckend auch die Dankesrede von Diane Kruger, die deutsche Schauspielerin, die in Hollywood auf dem Höhepunkt spielt wird ausgezeichnet für ihre erste muttersprachliche Rolle in dem Film „Aus dem Nichts“. Sie spielt die Ehefrau eines NSU-Opfers, die unbesorgt nach Hause kommt und sieht, dass ein Anschlag verübt wurde. Ihr Mann und ihr Kind sind dabei umgekommen. Von einem Moment auf den anderen ist die Welt verändert, aus dem Nichts! Sie erlebt in der Folge, dass ihr Mann verdächtigt wird, selbst ein Islamist zu sein, das Opfer wird von den Behörden zum Täter gemacht. Die Strafverfolgung des Nationalsozialistischen Untergrundes beginnt erst spät, die Angehörigen leiden doppelt, als Trauernde und als Verdächtige.

Diane Kruger bedankte sich für ihren Preis und sprach von der Identifikation mit der Rolle und was sie selbst aus dem Film gelernt habe. Während sie sprach kamen ihr die Tränen: „Die Zeit mit den Menschen zu genießen, die man liebt, hat mich der Film gelehrt und ich hätte gern noch Zeit mit meinem Stiefvater und meiner Oma gehabt, die viel zu früh verstorben sind.“ Für mich der beeindruckendste Moment der gesamten Verleihung, hier hat jemand aus seiner Filmrolle Erkenntnis gezogen, dass das Leben nicht selbstverständlich ist, dass das Leben ein Geschenk ist, das wir annehmen und feiern können.

Vielleicht ist das das Wunder von Weihnachten, es wird ein lebensbejahendes Kind geboren, das später „Frieden auf Erden“ predigt, was auf Menschen achtet, auch auf die, die am Rande der Gesellschaft stehen. Ein Kind, was Spaß am Leben hat, Menschen und Freunde um sich schart, Feste feiert und gut isst. Das Leben Jesu und seine Predigten bestanden aus Freiheit und Verantwortung. Der Mensch ist frei in seinen Handlungen, aber er muss die Verantwortung für sein Tun übernehmen.

„Wer eine Plastikflasche wegwirft oder Plastiktüten benutzt kann davon ausgehen, dass sie in einem Weltmeer enden und unser Ökosystem zerstören“, so die beiden Preisträgerinnen aus Bali: „Mit Ihrer Kaufentscheidung an der Supermarktkasse können Sie dazu beitragen, das Ökosystem zu retten.“ In Bali ist es ihnen gelungen, ein Verbot von Plastiktüten durchzusetzen.
Wir sind frei im Umgang mit unseren Mitmenschen, wir haben es in der Hand, ob Menschen am Leben teilhaben können oder ob wir sie ausgrenzen; wir können festlegen mit wem wir feiern, sprechen und kontaktieren. Der Engel sagt „Friede auf Erden“, ja fangen wir bei uns an, schließen wir Frieden mit uns. Nur wer mit sich selbst Frieden hat, ist in der Lage, auch ein friedliches Umfeld zu schaffen. Ein schönes Ziel für das neue Jahr, Frieden schaffen!

Kriege gibt es genug, Unruhe finden wir überall. Nehmen Sie sich einen kleinen Bereich vor, z. B. auf der Arbeit, in der Familie in Ihrem Ortsteil und seien Sie der Friedensengel 2018, einen Bambi gibt es dafür nicht aber sicher gute Begegnungen und Gefühle.

Gesegnete Weihnachten und ein friedliches neues Jahr

wünschen Ihnen

Klaus Roth und Dietmar Linde

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