Suchfunktion

Internationale Arbeit

Allgemeines
Ziel der internationalen Arbeit im internationalen Zentrum ist, die Integrationschancen von benachteiligten Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durch die Stärkung vorhandener Kompetenzen und sinnvolle praktische Qualifizierung in Kooperation mit eignen Praxisplätzen, sowie mit lokalen und internationalen Betrieben zu verbessern.

Die Lebensqualität und Perspektiven der Zielgruppen sollen aufgewertet werden.
Durch die Optimierung der Vernetzung mit lokalen und internationalen Betrieben, anderen lokalen und internationalen Partnern wird die lokale Ökonomie durch die Schaffung neuer Praktikums- und Ausbildungsplätze gestärkt und die Gemeinwesenarbeit gefördert. Vor diesem Hintergrund wird die Ausbildungsbereitschaft und –fähigkeit von benachteiligten Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund und von Betrieben regional erhöht. Auf dieser Grundlage wird die positive Identifikation mit der Region gestärkt und parallel negative Begleiterscheinungen von Ausgrenzung vermindert.

Die internationale Arbeit wirkt präventiv Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entgegen und fördert interkulturelle Kompetenz als wichtige Qualifikation im Arbeitsleben. Zum einen, da es Zukunftsperspektiven durch soziale Integration schafft, zum anderen, da es ein gemeinsames Lernen und Arbeiten von deutschen und ausländischen Jugendlichen ermöglicht , reflektiert und ein konstruktives Umgehen mit Konflikten lehrt.
Die Gemeinwesenarbeit des internationalen Praxiszentrums ist lebensweltorientiert.

Aus diesem Ansatz ergeben sich folgende Arbeitsgrundsätze:
1. Prävention: Es wird von der Annahme ausgegangen, dass schwieriges, problematisches Verhalten immer als Verhärtung von allgemeinen Lebensproblemen gesehen werden muss. Die Maxime der Prävention bezieht sich darauf, dass frühzeitig, bevor die Probleme sich verhärtet haben, Hilfe geleistet werden muss.
2. Dezentralisierung/ Regionalisierung: Diese Handlungsmaxime zielt auf die Erreichbarkeit und Kooperation. Planung und Kooperation müssen im Kontext der jeweiligen lokalen, regionalen Gegebenheiten stattfinden, Angebote müssen für die Zielgruppe erreichbar sein, am besten in ihrer unmittelbaren Umgebung (Lebenswelt) stattfinden.
3. Alltagsorientierung: Alltäglichkeit ist geprägt durch die Lebensgeschichte der Menschen, gesellschaftliche Vorgaben und Entwicklungstendenzen. Alltagsorientierung bedeutet, dass die Phänomene der Alltäglichkeit besonders beachtet und interpretiert werden.
4. Integration: Lebensweltorientierte Arbeit zielt auf Nichtabsonderung, Nichtisolierung also auf Integration.
5. Partizipation: meint Beteiligung. In der heutigen Lebenswelt mit ihren Ungleichheiten, ihrer Pluralität, ihren individualisierenden Zumutungen ist eine Selbstständigkeit vor allen Dingen in Wahl und Entscheidungen notwendig. Um dies zu üben, ist es wichtig, den Jugendlichen Mitbestimmungsmöglichkeiten in Bezug auf Planung, Gestaltung und Durchführung von Qualifizierung zu eröffnen.
6. Internationalität: Angebote für ausländische Jugendliche und Erwachsene stärken den europäischen Gedanken und vermitteln Qualifikationen an Teilnehmer aus anderen Ländern, die zur Verbesserung der Lebenssituation in deren jeweiligen Heimatland führen werden.

Internationale Projekte mit Teilnehmern aus Bernburg und Umgebung (Senden)

Durch die Beteiligung an den verschiedensten Ausschreibung auf Landes- und EU-Ebene ermöglichen wir es jungen und erwachsenen Menschen ihre interkulturellen Kompetenzen durch transnationale Aufenthalte und Praktika zu verbessern.
Mittels umfassenden Kompetenzfeststellung werden sich die Jugendlichen und Erwachsenen ihrer Interessen, Stärken und Chancen bewusst, können gezielt gefördert und durch transnationale Praktika gezielt Ausbildungsbetrieben und freien Arbeitsplätzen vermittelt werden.
Im internationalen Zentrum werden die beruflichen Orientierungsberatung, praktischen Vorbereitungen und Qualifizierungen durchgeführt. In Kooperation mit dem BFZ werden projektbezogen Sozialpädagogen hinzugezogen.

Durch die Arbeitsmarknahe Praxis und die Arbeit im regionalen Wirtschaftsnetzwerk besteht eine hohe Vermittlungschance nach dem transnationalen Praktikum für die Teilnehmer.

Internationale Projekte mit Teilnehmern aus dem Ausland (Aufnehmen)

Durch die verstärkte internationale Arbeit seit 2008 und Teilnahme an verschiedenen internationalen Meetings bestehen große Ressource unserer Einrichtung in der Aufnahme von ausländischen Teilnehmern, die bisher nicht oder nur gering genutzt wurden.

Das internationale Zentrum wird verstärkt auf diesem Gebiet tätig werden und begründet dies auf die bisher aufgebaute internationalen Netzwerke und Einbindung in das YES-Forum.
Da gerade in anderen EU-Ländern eine noch verschärftere Situation (Spanien, Italien) oder eine aufsteigende Situation (Schweden) in Jugendarbeitslosigkeit besteht soll das internationale Zentrum hier ein internationaler Partner für die Qualifizierung von ausländischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden.
Die aufgestellten Praxisbereiche mit breitem Aufgabenfeld und engem Arbeitsmarktbezug erfüllen alle Voraussetzungen für eine hohe qualitative Qualifizierung und Kompetenzerweiterung für ausländische Teilnehmer.

Es können interne und externe Projekte angeboten werden.

Langfristig ist eine Unterbringung der ausländischen Teilnehmer in eigenen Räumlichkeiten und die Eröffnung eines Hostels in der Ökostation Neugattersleben geplant.

Kurzübersicht – internationalen Arbeit:

  • Transnationale Praktika für benachteiligte dt. Jugendliche
  • Transnationale Praktika für benachteiligte dt. Erwachsene
  • Transnationale Praktika für Schüler im Übergang Schule – Beruf
  • Bereitstellung von Praktikumsplätzen für Partner aus dem Ausland
  • Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen für ausländische Jugendliche
  • Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen für ausländische Mitarbeiter
  • Organisation von Studienreisen
  • Aufbau von Partnerschaften
  • Angebot des freiwilligen europ. Jahr

Internationale Partner (Auszug):

  • YES-Forum
  • IDEUM / Schweden
  • ZEFIRO / Italien
  • WerkPro / Niederlande
  • Kommune Göteborg / Schweden
  • Allaskolan / Schweden
  • Jobinitiative / Spanien

Öko-Klasse

Ein Projekt zur Jugendbildung unter dem Thema: Berufe in Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz. hier mehr

Ansprechpartner:

Sven Hohle
sven.hohle@gsejh.de
+49 (0) 3471 374060

Jürgen Herbst
juergen.herbst@stejh.de
+49 (0) 3471 374058