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Bundestagsabgeordnete besuchen das Psychosoziale Zentrum

Am Donnerstag machten die SPD Bundestagsabgeordneten der Landesgruppe Sachsen Anhalt einen Besuch in unserem Psycho-Sozialen Zentrum in Halle. Sie wollten sich über diese notwendige Arbeit für Flüchtlinge, Kriegs- und Folteropfer direkt vor Ort bei den Mitarbeiterinnen informieren. Insbesondere der hohe Bedarf an Therapien für traumatisierte Flüchtlinge kam zur Sprache.Die beiden Zentren in Halle und Magdeburg haben eine lange Warteliste von ca. 200 Menschen die auf einen Therapieplatz warten. Kriegserlebnisse, Vergewaltigungen, unsicherer Aufenthaltsstatus, Angst vor Verfolgung führen zu körperlichen Symptomen, in die Depressivität und häufig in die Suizidalität.

Als besonderes Problem schilderten die Mitarbeiter den Abgeordneten, dass es wenig Möglichkeiten gibt die Betroffenen Menschen im Deutschen Regelsystem versorgen zu lassen. Da die Therapien häufig mit Dolmetschern durchgeführt werden müssen, die aber nicht durch die Kassen bezahlt werden, ist das Interesse bei niedergelassenen Therapeuten äußerst gering um sich um diese Zielgruppe zu kümmern. Um eine bessere Versorgung im Regelsystem zu ermöglichen muss die Kostenübernahme für Dolmetscher geregelt werden. Einen weiteren Wunsch formulierte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Klaus Roth an die Abgeordneten: „Regeln Sie in der jetzigen Überarbeitung des Ermächtigungsgesetzes zur Abrechenbarkeit von Krankenkassenleistungen dass die PSZ eine Institutsermächtigung erhalten um so die Möglichkeit zu erhalten über die Krankenkassen abzurechnen.“ Damit wäre den Menschen aber auch dem PSZ geholfen.

Insgesamt stehen 3,87 Stellen für diese schwere Arbeit im ganzen Land Sachsen Anhalt zur Verfügung. Zur Zeit werden die Stellen von 8 unterschiedlichen Fördermittelgebern finanziert was einen riesigen Verwaltungsaufwand in der Beantragung und Abrechnung nach sich zieht.

Das Land Sachsen Anhalt hat im Sommer diese Problematik erkannt und die Mittel für 2015 und 2016 aufgestockt. In einem extra Projekt können wir dann auch Menschen mit einer Duldung als Aufenthaltsstatus mit zusätzlichen 3 Stellen betreuen.

Die Abgeordneten haben zugesagt sich der Sache anzunehmen die Mitarbeiterinnen waren erfreut über das vorhandene Interesse an Ihrer Arbeit aus der Politik.

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