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Herzlich Willkommen im Vorstand der Stiftung Evangelischen Jugendhilfe St. Johannis Bernburg!

Das Kuratorium der Stiftung hat am 28.11.2019 Frau Anna Manser zum 1.1.2020 als weiteres Vorstandsmitglied in den Vorstand der Stiftung berufen (und folgte damit dem Vorschlag des Vorstandes). Damit wird nach 20 Jahren erstmalig die dritte Vorstandsstelle, die laut Stiftungssatzung zur Leitung der Stiftung und Ihrer Gesellschaften zur Verfügung steht, besetzt.

Frau Manser wird gemeinsam mit Klaus Roth die Geschäftsführung der neu gegründeten Halleschen Jugendwerkstatt gGmbH übernehmen und sich perspektivisch in das Gesamtunternehmen der Stiftung einarbeiten. Zu Ihren besonderen Begabungen gehört die Personalentwicklung, das Sozialmarketing und die Entwicklung sozialpolitischer Lösungen zu drängenden Armutsthemen.

Mit Frau Manser gewinnen wir eine engagierte Christin, eine streitbare und eine auf Lösungsansätze positiv orientierte Frau in unserem Vorstand.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und wünschen ihr viele gute Erfahrungen und neue Begegnungen, Freude und Spaß bei ihrer neuen Aufgabe und vor allem Gottes Segen.

Klaus Roth             Dietmar Linde

Vorstellung Anna Manser

Mein Name ist Anna Manser. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder im Alter von 25, 19 und 18 Jahren. Seit dem ich mein eigenes Geld verdiene, bin ich im sozialen Bereich tätig. Bisher leitete ich das Schirm-Projekt, eine Anlaufstelle für sozial benachteiligte junge Menschen, die Schutz, Kontakt und Beratung suchen. Außerdem ist diese Einrichtung Ausgangspunkt für  zehn Familienhelfer, die aufsuchend in Haushalten unterwegs sind, in denen sie Eltern und Kinder im Zusammenleben unterstützen. Zu meinem Verantwortungsbereich gehörten außerdem Schulsozialarbeiter, ein offener Bürgertreff, zwei Kinderwohngruppen und eine Kinderschutzstelle für null bis achtjährige Kinder. Auch wenn die Kolleginnen und Kollegen an verschiedenen Einsatzorten tätig sind, verbindet uns ein gemeinsames Ziel: wir stehen Menschen zur Seite, die keine Lobby haben und selten Sympathieträger sind. Unsere Aufmerksamkeit gilt denen, die am Rande stehen und weniger mit Gutem beschenkt sind als ihre Mitmenschen.  

Am Dreikönigstag des Jahres 1973 bin ich in Jena, als Älteste von drei Kindern, zur Welt gekommen. Meine Eltern lagen zu diesem Zeitpunkt in den letzten Zügen des Theologiestudiums. Die längste Zeit meiner Kindheit verbrachte ich in Kindelbrück, einer kleinen Stadt in Thüringen. Von dieser Pfarrstelle aus betreuten meine Eltern insgesamt 7 Dörfer in der Umgebung. Ich bin groß geworden mit Taufen und Beerdigungen, Hochzeiten, Seelsorgegesprächen und Kirchenchor – und mit der Grundhaltung, dass all das zum Leben gehört.  Wir lebten in einem klassischen Pfarrhaus mit großem Garten, vielen Tieren und ständigem Besuch. Unsere Familie hatte im DDR-Alltag der Kleinstadt eine besondere Stellung. Mein Lebensmittelpunkt als Kind war das Pfarrhaus, wo anders gedacht und gesprochen werden durfte, wo ein jeder das Recht auf einen eigenen Platz und eine eigene Meinung hatte. Wir waren in meiner Erinnerung immer anders als die meisten Menschen des Ortes. Als Kind habe ich unter der Rolle gelitten, je älter ich wurde, konnte ich die Vorteile sehen. Heute denke ich, diese Erfahrung  hat mich ein hohes Maß an Aufmerksamkeit für Außenstehende, Andersdenkende und Randgruppen gelehrt. Es hat mich geprägt und verschafft mir heute die nötige Energie mich immer wieder für die weniger Gesegneten in unserer Gesellschaft einzusetzen. Das Thema „soziale Gerechtigkeit“ begegnet mir immer wieder auf meinem Weg.  Manchmal suche ich es aktiv, damit es zur Begegnung kommt.  Ich bin der Überzeugung, dass kein Mensch mehr wert ist als ein anderer – ich möchte niemals müde werden, diese Ansicht dorthin weiter zu vermitteln, wo sie gehört werden will, und dorthin, wenn auch mühsamer, wo sie (erstmal) auf taube Ohren stößt.

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