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Projekt LOOP organisierte Kurban Bayram im Mehrfamilienkreis

Am vergangenen Samstag, den 2. September fand ein Familienfest im Hof der Stiftung Evangelische Jugendhilfe in der Großen Einsiedelsgasse 6a in Bernburg statt, welches im Rahmen des Projekts LOOP für Migranten organisiert wurde.

Der Anlass war der muslimische Opferfest Kurban Bayram.

Nach muslimischer Überlieferung hatte der Prophet Ibrahim die göttliche Probe bestanden und war bereit, seinen Sohn Ismael zu opfern. Als Allah seine Bereitschaft und sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt. Ibrahim und Ismail opferten daraufhin voller Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder.

In der Stiftung wurde selbstverständlich keinen Widder geopfert, aber die ganze Menge von gerösteten Geflügelwürstchen, welche die Mitglieder der Stiftung kostenfrei verteilten, war dabei. Gemeinsam wurden auch Salate bereitet. Die Kinder wollten immer den Erwachsenen zur Hilfe stehen wie beim Grillen, als auch beim Fotografieren und bei der Tontechnik.

Für kleine Kinder wurde eine Hüpfburg eingerichtet und die Tische mit bunten Stiften, Farben und Papier vorbereitet. Während die Kinder unterschiedlicher Nationalitäten in der Hüpfburg sprangen und mit dem Clown spielten, die Eltern tauschten mit ihren Freuden und Problemen. Die Mitglieder der Stiftung könnten manche Probleme an Ort und Stelle lösen, wie z.B. Nachhilfe für die Schulkinder, die Vorbereitung der Bewerbungsunterlagen für die Erwachsenen, oder sie beraten, wie die Migranten am besten und am schnellsten Deutsch beherrschen und zum Arbeitsmarkt kommen. Es wurden spontan mehrere Gruppen gebildet – „Frauenkreis“, „Männertisch“, „Malzirkel“ und „Tischtennisverein“.

Der kleine Regen konnte nicht  auf die feierliche Stimme den zahlreichen Familien aus Syrien, Ukraine, Aserbaidschan, Tschetschenien (RF) und Kasachstan beeinflussen, weil für die Besuchen nicht nur der Hof, sondern auch Innenräumen der Stiftung zu Verfügung waren. Bei der Verabschiedung ließen die Kinder und ihre Eltern farbliche Abdrücke ihrer Handflächen auf der weißen ausgerollten Tapete als Zeichen ihrer Dankbarkeit und Wunsch sich wieder in der Stiftung zu sehen. Die Kinder wurden noch mit kleinen Geschenken belobt. Die Verabschiedung war so berührt, dass alle verstanden, sie wurden zueinander näher.

Raida Eyyubova,
Leiterin des Projekts LOOP in der Stiftung Ev. Jugendhilfe in Bernburg

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