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Von nun an eine neue Verantwortung: Neue Erzieher:innen der Fachschule „St. Johannis“ erhalten ihre Abschlusszeugnisse

Am 16.07.2021 bekamen sechs Fachschüler:innen der Fachschule Sozialwesen „St. Johannis“ ihre Abschlusszeugnisse mit der Ernennung zur staatlich anerkannten Erzieher:in und zum staatlich anerkannten Erzieher überreicht. Die Übergabe der Zeugnisse fand in einem feierlichen Ambiente in der Natur auf dem Gelände der Ökostation Neugattersleben statt.

Birgit Haude, Bereichsleiterin des Bereichs Bildung an der St. Johannis GmbH, begrüßte die frisch gebackenen Erzieher*innen: „Die ganze Umgebung hier zeigt uns, dass wir Sie gerne ehren möchten, dass wir stolz auf Sie sind“.

Birgit Haude begrüßt die Absolvent:innen und die Gäste

Die Feierstunde wurde musikalisch durch Fachschüler*innen im ersten Ausbildungsjahr unter Leitung von Uta Aehlig begleitet.

Fachschulklasse 2020-01 (angeleitet von Uta Aehlig)
Uta Aehlig

In einer feierlichen Rede ging Anna Manser auf die Verantwortung der frisch ausgelernten Erzieher:innen ein: „Ab heute tragen Sie eine andere Verantwortung für das Beste, was wir in unserer Stiftung haben: Für unsere Kinder. Sie werden ihnen ab heute noch mal anders vorleben, was sie zum Leben brauchen. Wir Menschen haben alle verschiedenen Fähigkeiten und Handwerkzeug in unserem Koffer. Das haben wir uns auch bei anderen Leuten (Lehrer*innen, Erzieher*innen und Eltern) abgeguckt“, erläuterte Frau Manser. „Wir haben uns gesagt, dass es sinnvoll ist, „Bitte“ und „Danke“ zu sagen, wenn wir von jemandem etwas wollen. Wir haben gelernt, dass es gut ist, wenn man jemanden nicht sitzen lässt, wenn man ihn gerne als Freund behalten will. Das haben wir alles gelernt. Und in unseren Wohngruppen ist der Handwerkskoffer ein bisschen verkümmert.  Deswegen habe ich heute einen mitgebracht“, erklärte sie und zeigte einen Koffer mit dem Schriftzug „Erzieher“. Allen Absolvent:innen gab Anna Manser ein Spezialwerkzeug in Form von einer Postkarte mit einem Spruch mit auf den Weg, z.B: „Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn du deinem Kind einen Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist.“

Anna Manser, Mitglied des Vorstandes der Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg

„Wir wünschen unseren Absolvent:innen Sandy, Marika, Jennifer, Franziska, Toralf und Alexander viel Zuversicht, Glaube an das Gute und an die eigenen magischen Zauberkräfte, die einer Erzieherin und einem Erzieher naturgemäß innewohnen. Denn der Beruf der Erzieherin beziehungsweise des Erziehers ist eine Berufung. Haben Sie Power, sehen Sie die Welt mit den Augen der Kinder und Jugendlichen: neugierig, staunend, wissbegierig und ehrlich“, sagte Frau Sielmon, Schulkoordinatorin.

Frau Manser und Frau Dr. Sielmon geben einen kurzen Abriss über die Geschichte der Klasse 2017
Frau Dr. Birgit Sielmon, Schulkoordinatorin

Katrin Brandt, die Klassenlererhin, erzählte, dass die Ausbildung geprägt von vielen Höhen und Tiefen war und dass die Corona Pandemie dabei eine große Rolle spielte. „Der Wechsel von Distanz, Wechselunterricht, Wechselmodellen waren für uns alle eine große Herausforderung. Aber Sie haben das alles gemeistert“, sagte Frau Brandt. Sie wies auch darauf hin, dass die Worte „Schön, dass es Sie gibt“ der beste Lohn für alle Erziehungsbemühungen seien, und lies noch ein Zitat vor: „Sie können ihr Kind nicht auf Werkseinstellung zurücksetzen. Also überlegen Sie bitte peinlich genau, welche Software Sie aufspielen.“

Katrin Brandt, Klassenlererhin
Carsten Richter, Direktor der Fachschule

Carsten Richter, Direktor der Fachschule, überreicht den stolzen Absolvent*innen zum erfolgreichen Abschluss die Zeugnisse.

Zeugnisübergabe: → Karin Brandt, Carsten Richter, Marika Groß, Franziska Schmidt
Zeugnisübergabe: → Birgit Sielmon, Marika Groß, Franziska Schmidt
Zeugnisübergabe: → Karin Brandt, Carsten Richter, Toralf Schulz, Sandy Landgrabe und Alexander Knöfler
Abschlussklasse 2017-01 singt
Abschlussklasse 2017-01 → Toralf Schulz, Alexander Knöfler, Franziska Schmidt, Sandy Landgrabe, Marika Groß, Karin Brandt (Klassenlehrerin)

Anschließend gaben die Absolvent:innen ihre Zukunftsaussichten und Pläne bekannt:

Alexander Knöfler geht nächstes Jahr ins Auslandspraktikum in den Niederlanden, um dort die Wohngruppen anzugucken, sein Wissen zu vertiefen und neue Impulse zu bekommen, die er dann in Deutschland in den Wohngruppen einsetzen kann.

Toralf Schulz wird in der Wohngruppe der Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg weiterarbeiten.

Marika Groß erzählte: „Ich habe jetzt viele Stationen im Berufsfachzentrum durchlaufen und bin jetzt in der Ökostation in Umweltbildung. Ich werde es weiter machen wollen, um den Kindern doch ein bisschen mehr Freiheiten zu bieten. Ich habe mir gesagt, wenn ich die Fachschule abschließe, kümmere ich mich um die Schulbildung, versuche etwas zu ändern“.

Franziska Schmidt arbeitet jetzt bei der Förderschule der Stiftung und wird im September in einem Kindergarten anfangen. Sie sagte: „Ich habe schon eine Ausbildung gemacht, aber in dem Beruf bin nicht weitergekommen. Ich hätte auch nie gedacht, dass der Erzieherberuf für mich das Richtige ist. Aber während dieser Ausbildung, des Praktikums in einer Kita, habe ich erfahren, dass es so ist. Für mich ist der Kindergarten das, was ich eigentlich machen möchte“.

Sandy Landgrabe bleibt im Stadtteilhaus (stadtteilorientierte Kinder- und Jugendhilfe) in Bernburg. Dort betreut sie Kinder, beschäftigt sich mit der Freizeitgestaltung für diejenigen, die nach der Schule zum Stadtteilhaus kommen. „Es war schon immer ein Traum von mir. Man hat bloß zu spät angefangen. Ich bin nicht der Schulmensch. Deswegen bin ich auf mich stolz, dass ich es neben dem Beruf geschafft habe“, erzählte Frau Landgrabe.

Der Tag endete mit einem schönen Buffet und zahlreichen Gesprächen mit Erinnerungen der vergangenen vier Jahre.

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