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Rückblick auf den Fachtag in der Leopoldina: Aus der Jugendhilfe in ein eigenständiges Leben – Junge Geflüchtete beim Übergang in die Volljährigkeit unterstützen

Die ersten angeregten Gespräche gab es bereits vor Beginn der Tagung, die unter dem Gesichtspunkt Erfahrungen auszutauschen und Handlungsbeispiele aufzuzeigen durch Anna-Maria Markuske vom Psychosozialem Zentrum für Migrantinnen und Migranten in Sachsen-Anhalt in Trägerschaft der St. Johannis GmbH federführend organisiert wurde, worauf sie auch noch einmal bei der Begrüßung der Gäste hinwies. Geschäftsführer Klaus Roth wies in seiner Einleitung darauf hin, dass der Übergang in das Erwachsenenalter, übrigens auch bei den deutschen Jugendlichen besser begleitet werden muss. Mit dem Projekt LOOP, sei uns solch eine Begleitung gelungen. Aktuell holen in diesem Projekt 52 Schüler*innen aus elf Nationen ihren Schulabschluss nach und legen so einen Grundstein für eine berufliche Qualifikation.

Grußworte gab es von Staatssekretärin Susi Möbbeck (Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt). Sie freue sich über die hier geschaffene Möglichkeit des Austauschs, auch ihr Ministerium sei deshalb mit drei Mitarbeiterinnen vor Ort. Dankesworte richtete die Staatssekretärin an Klaus Roth, nicht nur für seine fachliche, sondern auch empathische Einführung in dieses Thema. Dies sei nicht selbstverständlich. Susi Möbbeck betonte, dass es besonders wichtig ist, die jungen Geflüchteten beim Schließen von Kontakten zu unterstützen und das Erleben positiver Erfahrung zu ermöglichen, nur so kann Integration gelingen. Welchen „Packen“ junge Geflüchtete mit sich tragen, zeigte sie anschließend auf. Denn neben den alters- und entwicklungsbezogenen Problemen, haben viele von ihnen körperliche und sexuelle Gewalt, eine Trennung von den Eltern und Geschwistern, den Verlust des Hauses sowie insgesamt ihrer Kindheit erlebt. Angekommen in Deutschland müssten die Jugendlichen einen neue Sprache lernen, eine neues Schulsystem, bzw. System der Ausbildung kennen lernen. Deshalb gilt es diese Hürde gemeinsam zu überwinden, sich präventiv zu begegnen und somit gute Rahmenbedingungen für ein Leben in Deutschland zu schaffen.

Anschließend wurde in den Vorträgen auf psychische Symptome, die  unbegleitete junge Geflüchtete aufweisen und welche soziale  Unterstützung unbegleitete junge Geflüchtete benötigen eingegangen. „Es ist eine besonders verletzliche Situation, in der sich die jungen Leute befinden“, so die Psychologin Dr. Susan Sierau von der Universität Leipzig.

Mit den aufenthalts- und sozialrechtlichen Aspekten beim Übergang in die Volljährigkeit, beschäftigte sich Kathleen Neundorf von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in ihrem Vortrag.

Nach einer Mittagspause ging es in die Austauschphase, in Workshops konnten die Teilnehmer*innen u.a. etwas  über Selbstfürsorge in der Arbeit mit UMG und jungen, erwachsenen Geflüchteten erfahren. Eine Frage-Antwort-Runde zum Aufenthaltsrecht für UMG bot Kathleen Neundorf in ihrem Workshop an. Zu einem Austausch aus der Praxis luden die Mitarbeiterinnen des PSZ ein. In diesem Workshop ging es darum, Probleme zu benennen und Lösungsansätze aufzuzeigen?

Abschluß des Fachtages bildete dann das Referat von Henning Wienefeld in dem er unterstützende Bedingungen für eine gelingende Verselbstständigung vorstellte. Er  arbeitet für den Träger Hephata in Hessen als Regionalleiter für den Bereich Nord und darüber hinaus ist er Landeskoordinator des Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

 

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